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Was für ein Theater!

Mal ehrlich, woran dachten Sie gerade, als Sie die Überschrift gelesen haben?
Corona? Kultur? Ihre Beziehung?
Wir verbinden mit dem Wort Theater viele verschiedene Assoziationen. Bühnenbilder, Schauspieler, Musik, Tanz. Mir geht es heute um die Schauspieler, genauer um das „Schauspielen“ als Tätigkeit.

Wer von uns hat nicht in der Kindheit gerne andere Rollen angenommen? Ob es die aus Decken gebaute Höhle im Kinderzimmer war, in der wir imaginäre Gäste bewirtet haben (zumindest ich habe das ab und an getan). Oder der Dirigent, der mit dem Zauberstab aus dem Spielkasten das Orchester aus Pflanzen auf dem Fensterbrett im Wohnzimmer dirigiert. Ähm, ja, das habe ich auch gemacht.

Und wie sieht es heute aus? Wann schlüpfen wir da in eine Rolle? Und damit meine ich nicht die Rolle, die wir spielen wollen, um akzeptiert, geliebt oder gefürchtet zu werden. Ich meine eine Rolle, in der wir unsere Fantasie bemühen und in eine Welt abtauchen, die wir uns selbst in Gedanken erschaffen.

Kinder lachen im Schnitt bis zu 400mal am Tag, Erwachsene in der gleichen Zeit rund 15mal.
Wann haben wir das Lachen verloren, wie einst „Timm Thaler“?
Wahrscheinlich, als wir bei Überreichung des Schulabschluss-Zeugnisses die Worte „Nun beginnt der Ernst des Lebens“ hörten.

Ich sehe das ein wenig anders. Ich habe mir in bestimmten Situationen das Lachen bewahrt. Es gibt Szenen in Serien, die kann ich ganz oft sehen und mich dabei schütteln vor Lachen. Und das tut so gut.
Nachdem ich Sie nun die ganze Zeit schon mit Fragen gelöchert habe, kommt nun die letzte. Wann haben Sie das letzte Mal so richtig gelacht? Also aus vollem Hals?
Sie wissen es nicht? Dann wird es schleunigst Zeit, dies nachzuholen. Auch wenn es draußen regnet und alles ein einziges Theater zu sein scheint.
Genießen Sie Ihr Lachen und bleiben Sie gesund!

Ihr

Alexander Limbrock

 

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