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Der Mann mit der Maske.

In meiner Kindheit gab es im Fernsehen eine Edgar Wallace Filmreihe in Schwarz-Weiß.
Darunter auch einen, der den Titel „Der Frosch mit der Maske“ trug. Wenn ich heute meine Maske trage, bekomme ich annähernd einen Eindruck, wie es sich unter einer Maske anfühlt,
die das ganze Gesicht bedeckt.
Auch Darth Vader aus Star Wars (Sie alle kennen dieses einzigartige Atemgeräusch sicher auch) muss sich so fühlen.
Wie geht es Ihnen beim Tragen der Maske?

Ich bin ehrlich, am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten. Mein Kopf meinte, mir einen Streich zu spielen und mir einzureden, ich bekäme nicht genug Luft. Natürlich bekam ich genug Luft, sogar so viel, dass es reichte, beim Ausatmen meine Brille zu beschlagen.
Eine Freundin schrieb mir, dass sie nun ohne Brille mit Maske laufen würde. Sie würde dann zwar auch nicht viel sehen, aber immerhin mehr als durch den Nebelfilm, den sie permanent auf die Brille aufatmen würde.

Dann machte ich mir Gedanken über den Duft, den ich nun unter der Maske roch. Ist es am Ende mein Atem? Oder das Kohlendioxid? Sollte ich keinen Knoblauch oder Zwiebeln mehr essen? Würde ich nach einer Portion Knoblauchbrot am Ende ohnmächtig unter der Maske?
Es ist der Duft der Maske selbst, wie ich herausfand. Nun bin ich beruhigt und habe aufgehört, ständig Pfefferminz zu lutschen.
Wäre das die Marktlücke?
Corona-Maskenspray in verschiedenen Duftvarianten?
Asiatischer Tropenwald, Balearen-Strandaroma, Südafrikanische Weinberge? Einfach auf die
Maske sprühen und schon stellt sich Urlaubsfeeling ein.

Wenn es hilft, die schnelle Ausbreitung des Virus zu verbreiten, trage ich die Maske gerne. Und selbst beim Friseur, den ich Anfang dieser Woche nach 2,5 Monaten wieder besucht habe, funktioniert es super.
In Asien ist es übrigens gang und gäbe, eine Maske zu tragen, wenn man selbst krank ist. Um andere nicht anzustecken. Eine Einstellung, die unserer Gesellschaft meiner Meinung nach auch guttun würde. Mehr Rücksicht auf die Menschen zu nehmen, mit denen wir uns diesen Planeten teilen.
Denn Rücksichtslosigkeit erlebe ich im Augenblick immer häufiger im Alltag und das stimmt mich traurig.

Bleiben Sie gesund!

Ihr
Alexander Limbrock

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