blog

Das erste Mal unterwegs!

Vor kurzem war ich das erste Mal wieder unterwegs. Ein Kurzurlaub auf der nordfriesischen Insel Föhr. Ich kenne diese Insel und mag sie genauso wie meine „Insel fürs Leben“ – Langeoog.
Auf Föhr gibt es wunderbare Strände, herrliche Landschaften und Reetdachhäuser.
Es geht alles ein wenig langsamer und entspannter.

Und wie ist es zu Corona-Zeiten? Es ist in weiten Teilen immer noch entspannt. Beim Warten auf das Betreten der Fähre hielten die meisten Abstand, Masken wurden getragen. Auch auf dem Schiff lief es sehr geordnet, auch hier bis auf wenige Ausnahmen.

Mein Highlight erlebte ich in einer Strandbar. Ich wartete in der Reihe direkt hinter der Eingangstür im Mindestabstand zum Gast vorher. Ein Herr kam durch die Tür und ging direkt an mir vorbei an den Tresen.
Freundlich wies ich ihn darauf hin, dass ich kein Dekoartikel sei, der dort abgestellt wurde (der Mann mit der Maske – Kunstwerk 2020). Und bat ihn, er möge sich bitte hinter mich in die Reihe stellen.
Das tat er dann auch sofort mit den Worten „Ach so? Na dann…“.
Im Abstand von etwa 50 Zentimetern blieb er hinter mir stehen.
Was mich dazu veranlasste, mich erneut an ihn zu wenden und ihn auf den Mindestabstand von 1,5 Metern zu mir hinzuweisen. Immer noch freundlich zeigte ich auf die Markierungen am Boden.
Ich bin ja selbst Träger einer Gleitsichtbrille, weiß also, dass das manchmal mit dem Sehen schwierig sein kann.

„Na, Sie nehmen es aber echt sehr genau!“ war dann die vorwurfsvolle Antwort. Ich antwortete, derweil ebenfalls etwas genervt: „Ja, wenn es um meine Gesundheit geht, nehme ich es sehr genau!“.

Mir lag eine weitaus bösartigere Antwort auf der Zunge, habe mich dann beherrscht und meine Bestellung aufgegeben.

Kennen Sie solche Situationen? Wie halten Sie es mit dem Mindestabstand? Ich habe den Eindruck, dass es vielen derweil gleichgültig geworden ist. Die Maske wird’s schon richten und das ist alles eh nicht so schlimm.
Ich finde es schade, dass die anfänglichen Tendenzen, wieder mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen, so schnell verpufft sind. Und dass die Ellenbogen wieder ausgefahren werden.
Selbst die Jungs mit ihren lächerlich protzigen Autos posen wieder durch die Stadt, anstatt sich echt mal sinnvolleren Dingen zu widmen. Aber das Auto-Thema kommt ein anderes Mal „dran“.

Bleiben Sie gesund!

Ihr

Alexander Limbrock

 

zurück