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Ich habe keine Zeit dafür! Oder doch?

Vor etwas mehr als einem Jahr war es wieder einmal so weit. Ich machte eine völlig neue Erfahrung in meinem Leben. Beim Einsteigen ins Auto nach einem längeren Arbeitstag verspürte ich ein seltsames Gefühl im unteren Lendenwirbelbereich. Es wurde sehr warm und begann relativ schnell, weh zu tun. Ich fuhr zunächst weiter nach Hause und merkte irgendwann, dass ich das Gefühl im linken Bein verlor. Ich mache es kurz, ich bin sicher heimgekommen und das MRT brachte es an den Tag…Bandscheibenvorfall.

Ich wurde mit Schmerzmitteln behandelt und durfte alsbald zur Physiotherapie. Brav machte ich fortan jeden zweiten Tag meine Übungen morgens. 10 Minuten und es wurde jeden Tag besser.
Derweil ist es fast wieder wie vorher und Sie können sich denken, was passiert ist?

Natürlich machte ich meine Übungen nicht mehr. Es ist ja alles wieder gut, wozu auch. Ich putze mir zwar regelmäßig die Zähne, um Karies und Parodontose vorzubeugen. Wir duschen täglich, um uns frisch zu fühlen. All die ganzen Rituale morgens, die wir fast schon im Schlaf machen.

Aber ein paar Übungen? Wieso gelang es mir nicht, diese in den Alltag einzubauen? Sie dienen ja der Prophylaxe und Stärkung meiner Rückenmuskulatur, um einem erneuten Vorfall vorzubeugen.

Wir haben alles irgendwann einmal zum ersten Mal gemacht. Das erste Mal Zähne geputzt. Das erste Mal die Finger verbrannt. Und wir haben Erfahrungen gesammelt. Aus manchen Tätigkeiten sind Rituale geworden, wie das Einnehmen von Medizin oder das Rasieren. Da kommen innerhalb eines Tages einige zusammen. Und je länger ich darüber nachdachte, umso bewusster wurde mir, dass ich für die Sportübungen entweder früher aufstehen oder an anderer Stelle Zeit einsparen muss.

Ich habe mich dann für das Zeit einsparen entschieden und mache nun die Übungen kurz nach dem Wach werden. Statt länger im Bett herum zu liegen und dem Radio zu lauschen, bewege ich mich. Jeden zweiten Tag. Und es tut mir gut!

Mein Tipp, wenn Sie neue Tätigkeiten in den Alltag integrieren wollen, kürzen Sie einmal an einer anderen Stelle. Quetschen Sie es nicht in den ohnehin vollen Tag hinein.
Ich habe mir einmal meinen Tagesablauf notiert und festgestellt, dass ich theoretisch noch mehr Luft habe, um mich zu bewegen. Ich bin gespannt, im Sommer steht ein Projekt bei mir an, von dem ich Ihnen demnächst berichten werde.

Bleiben Sie gesund!

Ihr

Alexander Limbrock

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